Direct Message Marketing auf Social Media: Hebe dich aus der Masse hervor mit einem starken Pitch!

Beitragsbild Direct Message Marketing über Social Media

In diesem Artikel spreche ich als Betroffene von ständig wiederkehrenden Direktnachrichten über Instagram, LinkedIn und Co mit dem Zweck des Verkaufs. Mal ganz klar gesagt: Das nervt! Und zwar nicht nur deshalb, weil jemand was verkaufen will, sondern besonders durch die Art und Weise, wie das geschieht. In diesem Artikel nenne ich Negativbeispiele und zeige dir Alternativen auf, wie du dein Direct Message Marketing besser formulieren kannst.

Bad Practice im Direktmarketing kostet Zeit und Nerven!

Instagram, LinkedIn, Xing, Facebook … auf kaum einer Social-Media-Plattform ist man vor ihnen noch sicher – den Direct Message Marketern. Auf Xing gab es von genervten Unternehmern sogar schon eine Diskussion zu diesem Thema – allgemeine Genervtheit über Nachrichten neuer Kontakte, die schon in der ersten Nachricht auf einen Verkauf von Produkten ausgerichtet sind. Viele Menschen nehmen auf den beruflichen Plattformen schon keine neuen Kontaktanfragen mehr an, wenn ersichtlich ist, dass derjenige aus dem Bereich Marketing oder Finanzen kommt.

Keiner von uns will seine wertvolle Zeit mit Unbekannten zubringen, die am Ende doch nur was verkaufen wollen. Vielleicht ist das der Grund, warum nun auch über Instagram immer mehr Direct Message Marketing betrieben wird. Meine persönliche Erfahrung ist dabei witzigerweise nach Geschlechtern differenziert: Auf LinkedIn und Xing wurde ich überwiegend von männlichen Marketern angeschrieben, auf Instagram und Facebook überwiegend von weiblichen.

Auffällig ist dabei, dass die Männer tatsächlich schneller zum Punkt kommen und direkt signalisieren, in welchem Bereich sie tätig sind. Hier weiß man, woran man ist, und kann direkt den Kontakt abspeichern, löschen, oder sich bei Interesse auf die Kommunikation einlassen.

Direct Messages Beispiele zum Nicht-Nachmachen

Die Frauen reden mehr um den heißen Brei herum – zumindest ist das meine Erfahrung.

Direct Message Marketing: Mehr blabla als echter Mehrwert

Eine Nachricht beispielsweise klang in etwa so:

„Hey, ich bin XY. Ich würde dir gerne erzählen, was ich mache. Ich versuche damit, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Zuvor möchte ich dich aber fragen, ob ich dir erzählen darf, was ich mache und wie du davon profitieren kannst.“

Eine weitere Frau, die nebenberuflich eine Selbstständigkeit über Instagram aufbaut, schrieb doch tatsächlich mit mir erst länger über private Themen hin und her, bevor sie die Frage stellte:

„Bist du eigentlich mit deinem Job zufrieden?“ und danach „Hast du nicht Lust auf eine tolle Community, mit der man zusammen Geld verdienen kann?“

Das ist zwar alles nett gemacht, aber es kostet einfach Zeit. Zeit, die ich gerne zielgerichteter einsetze, denn als Single-Mama von zwei Kindern und Unternehmerin ist Zeit ein sehr wertvolles Gut.

Schwammige Aussagen im Direct Message Marketing über Social Media unterlassen

Um zu erfahren, um was bei den genannten Kontakten (und weiteren) geht, müsste man nun extra Zeit investieren.

Wir Mütter haben zwar manchmal gerne Abwechslung vom Alltag und gute Gespräche – aber die Betonung liegt dabei auf GUT. Keine verkappten Verkaufsgespräche, die am Ende nur Lebenszeit stehlen und einen unschönen Nachgeschmack hinterlassen.

Für Geschäftsfrauen, Gründerinnen, Freiberuflerinnen gebe ich deshalb die klare Empfehlung: Lasst solche schwammigen Aussagen ohne konkreten Inhalt sein! Ihr könnt nette Direct Messages schreiben und trotzdem direkt sagen, in welchem Bereich ihr tätig seid bzw. was ihr anbietet. Und dann nach einem Austausch/Gespräch fragen. Wenn ihr denn unbedingt schnell was verkaufen wollt.

Direktmarketing: Beispiele, die auf den Punkt kommen

Die folgenden Beispiele sind ebenfalls nicht immer optimal, aber sie sagen direkt, um was geht.

„Ich möchte direkt zum Punkt kommen, da ich deine und ebenso meine Zeit sehr wertschätze. Meine Expertise liegt, darin Beratern, Coaches und Dienstleistern zu zeigen, wie sie ihr Expertenwissen digital vermarkten, online 5-7 kaufkräftige Kontakte pro Tag gewinnen.“

„In der Zusammenarbeit mit Coaches für Persönlichkeitsentwicklung ist mir aufgefallen, dass die meisten ein Problem mit der Online-Kundengewinnung haben und Kunden erreichen wollen, ohne Geld in Werbung zu verbrennen. Wäre so etwas auch für dich oder für jemanden in deinem Umfeld interessant?“

Hier kann ich direkt erkennen, ob das Angebot für mich von Interesse ist – meistens ist es das nicht^^ Dann schreibe ich freundlich, aber bestimmt zurück. Weder wurde meine Zeit über Gebühr beansprucht, noch habe ich mich über die Kontakte geärgert. Und auch mein Gegenüber musste nicht extrem viel zeit in einen Kontakt stecken, der sowieso nichts kauft 😉 Auch diesen Aspekt sollten Unternehmerinnen bei ihren Aktivitäten im Direktmarketing berücksichtigen.

Verbessere dein Direct Message Marketing mit einem starken Pitch

Es gibt ein ultimatives Werkzeug dafür, direkt auf den Punkt zu kommen und dich dein und Unternehmen vorzustellen. Indem du dieses Werkzeug nutzt, gibst du deinem Gegenüber die Möglichkeit, sich von Anfang an für oder gegen eine Kommunikation zu entscheiden. Gleichzeitig ersparst du dir damit Gespräche, du zu nichts führen und schonst die Nerven aller Beteiligten. Eine Win-win-Situation!

Dieses Werkzeug ist im Grunde ganz simpel: Es ist der Elevator Pitch. In deinem Pitch stellst du dich, dein Unternehmen und den Nutzen für deine Kund*innen in ein bis zwei Sätzen vor. Das ist nicht ganz einfach – aber die Mühe, den Pitch auszuarbeiten, lohnt sich. Du kannst ihn nicht nur in Direct Messages verwenden, sondern auch auf deiner Website, in anderen Marketing-Unterlagen oder für deine Vorstellung auf Veranstaltungen etc.

Das Gute: Du kannst ihn immer wieder anpassen – oder dir von Anfang an unterschiedliche Varianten für unterschiedliche Gelegenheiten zurechtlegen.

Wenn du also das Direct Message Marketing nutzen willst, um schnell Kunden zu gewinnen – dann tue uns allen den Gefallen und rede nicht um den heißen Brei herum, sondern komme auf den Punkt, am besten mit einem guten Pitch.

Best Practice im Direct Message Marketing

Direct Message Marketing als Teil des Direktmarketings sollte trotzdem nicht missverstanden werden. Im Grunde geht es auch hier nicht darum, so schnell wie möglich Verkäufe zu tätigen. Dein Fokus sollte eigentlich darauf liegen, ein Netzwerk aufzubauen und darüber langfristig interessante Geschäftsbeziehungen und Kund*innen zu gewinnen.

Direct Message Marketing nutzen für langfristige Geschäftspartnerschaften

Das geht natürlich nicht, wenn du gleich am Anfang etwas verkaufen willst. Eine echte Geschäftsbeziehung lebt vom Geben und Nehmen und von Vertrauen. Das baut sich langsam auf, nicht mit einer einzigen Nachricht (so toll sie auch formuliert sein mag).

Heutzutage gibt es so viele selbsternannte Experten, dass du erstmal zeigen musst, dass du wirklich weißt, was du tust. In diesem Zusammenhang gibt’s hier mein Nr. 1 Beispiel für Direct Message Marketing:

„Hi Sabine, wir haben ein paar gemeinsame Kontakte und ich dachte, es ist ja nie verkehrt das Netzwerk zu erweitern. Außerdem veröffentliche ich hier auch immer wieder Content, der im wahrsten Sinne des Wortes wertvoll für dich sein könnte.“

Das war eine Nachricht, die ich nicht nur sehr gerne beantwortet habe, sondern deren Verfasser ich auch positiv in meinem Gedächtnis abgespeichert habe.

Wer mehr über Direct Message Marketing erfahren will und wie man das am besten angeht, kann beispielsweise hier nachlesen.

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